20.10.2017  | 
Sozialarbeit an Schulen

Von Künstlerporträts bis Mopedtouren

Wriezen (MOZ) Aufwachsen im Oderbruch - wie fühlt sich das an? Was sind die Vor- und Nachteile einer Jugend in einer ländlichen Gegend? Wie hält man als junger Mensch Kontakt zur Welt? Was schätzen Teenager hier besonders? Diesen Fragen sind Schüler des elften Jahrgangs am Evangelischen Johanniter-Gymnasium in Wriezen im Rahmen eines Medienprojekts im Jugendhaus des Christlichen Vereins Junger Menschen Oderbruch (CVJM) nachgegangen, informierte Kirsten Mohri vom Verein Kulturhilfswerk aus Berlin.
Dessen Medienpädagogen würden generell großen Wert auf selbständiges, strukturiertes und ergebnisorientiertes Arbeiten legen. Am Anfang des Projekts habe aber die Theorie gestanden: Neben Inputs zu Medien- und Techniknutzung wurde vor allem hinter die Kulissen der scheinbar heilen Youtube- und Social-Media-Welt geschaut. Erst danach ging es um die eigenen Ideen, so Kirsten Mohri weiter. "In Kleingruppen beschäftigten sich die Jugendlichen mit ihrer persönlichen Sicht auf die Region - in all ihren Facetten. Von der ersten Überlegung bis zur Postproduktion entstanden dann sehr unterschiedliche Videoclips." Die Bandbreite reiche von Alltags- über Künstlerporträts, von wilden Mopedtouren durch die Natur bis zur Isolation im Internet-Wirrwarr und Freundschaft in der mal schönen, mal zehrenden Ländlichkeit. Alle Clips hätten ein verbindendes Element: Wie wichtig menschliches Miteinander für alle Beteiligten ist.

Die Werke werden am 11. November im Rahmen des Tags der offenen Tür am Johanniter-Gymnasium vorgestellt. Das Projekt wurde gefördert vom Projekt "Movies in motion - mit Film bewegen" des Bundesverbands Jugend und Film und ist Teil des Programms "Kultur macht stark", gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

 

Artikel: Annett Zimmermann, MOZ 
Foto: MOZ
Link zum Originalartikel: http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1613645/ 

Aktualisiert durch: Marcel Schröder