01.04.2017  | 
CVJM Oderbruch allgemein

XXL Kindertag in Frankfurt Oder – Ihr seid Superhelden

Jedes Jahr freuen sich die Kinder in Berlin und Brandenburg auf ein Ereignis: den XXL Kindertag in Frankfurt Oder, der durch den CVJM Frankfurt Oder e.V. gestaltet wird. Am 1. April war es wieder soweit und es war kein April Scherz. 5 vollgeladene Autos mit circa 30 Kindern fuhren aus Seelow und Wriezen zum Messegelände in Frankfurt. Über 140 Kinder und über 100 Mitarbeiter und jugendliche Mitarbeitende befanden sich im großen Saal.

Gemeinsam begann die Show mit dem berüchtigten „XXL Song“, bei dem Klein und Groß mit Handbewegungen, freudestrahlenden Gesichtern sowie beim Singen mitmachten. Die Kinder tanzten, lachten und sangen bei den vielen Liedern mit. Darunter war auch der Song „ Jesus, sei mein Pilot“. So schnell wie auch Flugzeuge sind, so schnell flog auch eine Superheldin, die Moderatorin, über die Köpfe der Kinder zur Bühne hinweg. Sie begrüßte alle Anwesenden ganz herzlichst und fragte sogleich, welches Thema denn heute ist. Und die Kinder riefen ganz überzeugt zurück „Superhelden!“ Neben ihr stand plötzlich auch „Super Norman“, der neue CVJM-Sekretär im CVJM Frankfurt Oder e.V., der sich total auf den heutigen sommerlichen warmen Tag mit wolkenfreien blauen Himmel freut.

Goliath bedroht Israeliten

So schnell wie die beiden Superhelden auf der Bühne waren, verschwanden sie auch wieder. Denn die Beiden katapultierten die Kinder und Jugendlichen mehr als 5000 Jahre in die Vergangenheit zurück. Auf der Bühne spielte nun das Theater. Soldaten der Philister standen auf ihrem Hügel und trainierten für die erwartende Schlacht gegen die Israeliten. Sie sorgten sich aber nicht, denn ihr Held „Goliath“ – ein 3 Meter großer Riese – brüllte täglich über das Tal hinweg, um einen würdigen Gegner der Israeliten zu finden, um im Kampf gegen ihn anzutreten. Doch keiner traute sich. Als die Stimme Goliaths durch den Saal peitschte, schauten die Kinder aufgeregt in alle Winkel. Sie sahen und fanden ihn jedoch nicht.

Die Kinder wurden nun in Gruppen bzw. Völker mit einzigartigen Symbolen eingeteilt. Darunter waren Völker mit dem Namen „gestreifte Elefanten“, „Adler“, „Ameisen“, „Herz“, „Zahnrad“ usw. Diese stellten sich nun den 27 möglichen Aufgaben auf dem Gelände und suchten die Superhelden, um sie zu unterstützen und wertvolle Punkte zu ergattern.

Auf zur Schlacht: Völker lösen heldenhaft Aufgaben

Die Völker teilten sich auf dem Gelände auf, um alle Superhelden zu finden. Während die „gestreiften Elefanten“ tierische Helden aus Bremen antrafen und wie diese sich übereinander setzen mussten, um in ein Fenster hineinzuschauen, versuchten die „Ameisen“ sich im Kampf gegen Darth Vader mit dem Lichtschwert durchzusetzen.

Im Wald meisterten die Kinder grandios die Aufgaben der Superheldin „Rotkäppchen“. Dort sollten sie gemeinsam entscheiden, welche Sachen Rotkäppchen zur Großmutter brachte und diese von einem Hügel einzeln in den Korb bringen. Auf der anderen Seite des Waldes versteckte sich der Held „Robin Hood“. Bei ihr schossen sie mit Pfeil und Bogen ins Schwarze.

Der „alte“ Fritz stand auf einem Hügel und brachte die Kartoffeln nach Preußen. Sie waren verschollen und mussten im Sand gefunden werden. Währenddessen versuchten andere Völker aus langen Seilen einen Zopf zu flechten, um Rapunzel aus dem Turm zu befreien. Nicht weit entfernt wartete auch der große Reformer, Martin Luther. Die „gestreiften Elefanten“ sollten eine der 95 Thesen mit hölzernen Stempel auf ein Pergament schreiben. Die 6. These: „Nur Gott kann die Schuld vergeben“ ist es geworden.

Alltagshelden = Superhelden

Als die Sonne am höchsten stand, stärkten sich alle mit einem XXL-Burger auf den sich alle sehr freuten. Kurzerhand ging es auch schon weiter. Während sich die „Adler“ bei Usain Bolt, ein jamaikanischer Läufer bzw. der schnellste Läufer der Welt, aufhielten und auf einer Hüpfburg am Seil festhaltend rennen mussten, löschten die „Ameisen“ ein Feuer bei den Alltagshelden der Feuerwehr.

Nicht weit entfernt, wartete auch die Polizei, bei der die Kinder ein Schloss versuchten durften zu knacken, aber hinterher mussten sie sich Merkmale eines Fahrrads merken. Bei den Ärzten, die unser Leben retten, nahmen die „Elefanten“ Blut (Tomatensaft) von einem Arm ab. So schnell wie die „Adler“ bei Usain Bolt rannten, waren sie auch schon am See angekommen. Dort retteten sie auf der anderen Seite des Sees in Windeseile jemanden mit dem Kanu.

Dann ging es auch wieder zurück zum Saal wo schon – trotz großer Hitze – freudestrahlend der XXL Song gesungen sowie getanzt wurde.

Kleiner David geht als Held für Israeliten hervor – Ein Stein besiegt Goliath

Unsere Superheldin flog zur Bühne zurück und freute sich auf die zurückgekehrten Helden. Doch sie blieb nicht lange. Mit ihrem Cape tauchten diesmal die Israeliten auf. Die Soldaten waren ermüdet und hatten keine Lust mehr zu kämpfen. Jeden Tag der gleiche Weckruf: „Aufstehen!“ „Zum Appell!“ usw. Plötzlich tauchte der kleine Bruder der drei Soldaten, David auf, der vom Vater geschickt wurde, um Nahrung zu den Brüdern zu bringen. Er stockte als wieder die Stimme von Goliath auftauchte. Er stellte sich gegen den Kampf und wollte zu König Saul. Die schwere Rüstung Sauls wollte er nicht annehmen und nur mit seiner eigenen Kleidung antreten. „Gott unterstützt mich auf dem Feld auch, also auch gegen Goliath.“ Goliath war wütend als ein kleiner Junge gegen einen 3 Meter Mann antrat. Doch mit seiner Steinschleuder und genau einen Stein zwischen die Augen – dort wo Goliath keine Panzerung hatte, traf David. Und so viel die schwere Rüstung mit Goliath wie bei einem schlechten Film in Zeitlupe zu Boden.

Die Arenenkämpfe: Philister vs. Israeliten – Die Siegerehrung

Die vielen kleinen Helden teilten sich in 4 Gruppen in der neuen Arena auf und kämpften gegeneinander in spannenden Spielen. Darunter versuchten sie für ihren Helden Ausrüstungen zu gewinnen, und sollten nur bei bestimmten Namen wie „Goliath“ alle Huckepack nehmen. In einem anderen Spiel versuchten die Teams Kegel der anderen Teams so oft wie möglich mit Bällen zu treffen; ihre Helden durften die Kegel alleinig schützen.

Zum Ende des Tages verlieh „Super Norman“ die Urkunden und Medaillen. 21 Völker waren unterwegs und bewiesen sich selbst als wahre Helden. Unsere Wriezener „gestreifte Elefanten“ errungen den 16. Platz; unsere Seelower „Adler“ den 12. Platz und unsere Wriezener „Ameisen“ den 8. Platz. „Das war der geilste Tag, den ich je hatte“, sagte Nick auf der Rückfahrt ins Oderbruch.

Herzlichen Dank CVJM Frankfurt Oder

Aktualisiert durch: Marcel Schröder