13.09.2019  | 
Blauer Bus

Drei Neue im Team

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Wriezen (MOZ) Während Damaris Schröder noch immer nach ehrenamtlichen Fahrern für den Blauen Bus, das mobile Jugendzentrum des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM) Oderbruch, sucht, ist das Team, das für die inhaltliche Arbeit und die Angebote zuständig ist, wieder komplett. Eigentlich war ein erstes Gruppenbild bereits bei der Putzaktion im August vorgesehen, aber da wurde die siebenköpfige Truppe von einem heftigen Platzregen überrascht. Also stand zur Dienstberatung am Mittwoch nun ein neuer Versuch an.


Und während sich Damaris Schröder, die seit Januar für die mobile Jugendarbeit des CVJM in der Region zuständig ist, Laurina Affeld, Jana Friers und Christina Wagner schon mal zum Mittagessen zurückzogen, wollten Ole Nietfeld und Sarah Franke gern auf Fragen antworten. "Meine Frau ist heute leider verhindert", bedauerte Ole Nietfeld, der aus Wuppertal stammt. Lysann, die in der Nähe von Iserlohn aufgewachsen sei, habe er während der Ausbildung zur Erzieherin und Gemeindepädagogin in der Malche in Porta Westfalica kennengelernt. Für ihr Praktikum hätten sie Nordrhein-Westfalen gen Berlin und Brandenburg verlassen.

Schon Praktikum beim CVJM

So war Ole Nietfeld auch schon mal im Wriezener Jugendhaus des CVJM tätig. Inzwischen befinden sich die beiden heute 23-Jährigen im sogenannten Anerkennungsjahr. Es sei schon ein ziemlicher Spagat, aus einer Metropolregion in den ländlichen Raum zu ziehen, so Nietfeld. "Die Leute sind hier einfach anders", sagte er und fügte hinzu: "Auf der einen Seite recht verschlossen, auf der anderen aber auch sehr direkt und offen." Region, Verein und Menschen seien ihm während des Praktikums aber ans Herz gewachsen. "Das ist wichtig, um einen solchen Schritt zu gehen. Und dann hatten wir hier auch das Gefühl, etwas bewegen zu können."

Die Suche nach geeigneten Stellen hätten sie schon bald eingestellt. "Wir hatten uns unter anderem in Bremen beworben, aber mit Beginn der Gespräche beim CVJM war für uns klar: Wir kommen." Ihre Tätigkeit sei vorerst auf das Anerkennungsjahr befristet. Die Verlängerung sei jedoch möglich. Das wiederum sei für den Berufsstart doch eine gute Option und Perspektive.

Und was will er bewegen? "Meine Frau und ich haben ja einen Bezug zum Glauben und zur Kirche. Wir wollen also auch von Jesus erzählen. Vorleben, dass es andere Lebensentwürfe gibt, den Kindern auf ihrem Weg etwas mitgeben. Vorbild sein und authentisch." Kinder würden sich nach anderen Ansprechpartnern neben Schule und Familie sehen. Das könne der CVJM bieten, wobei er nicht unerwähnt lässt, dass es allein in Wuppertal wohl fünf Ortsvereine des Vereins gibt.

Sarah Funke ist bereits seit Mai beim CVJM Oderbruch tätig. Die 28-Jährige ist bei Rostock aufgewachsen und staatlich anerkannte Erzieherin. "Ich komme aus der freikirchlichen Bewegung und habe mich mit 19 Jahren taufen lassen", erzählt sie über sich. "Gott plus Jesus hat in meinem Leben aber schon immer eine Rolle gespielt." Nach ihrer Ausbildung habe sie für ein Jahr die Bibelschule in Königs Wusterhausen besucht und danach zwei Jahre in einem privaten und evangelisch geprägten Kindergarten in Sanitz bei Rostock gearbeitet. Als sie nach zwei Jahren eine Anfrage aus Königs Wusterhausen erhalten habe, ob sie als Mitarbeiterin in der Bibelschule anfangen möchte, sei sie ins Brandenburgische zurück. Es folgten dreieinhalb Jahre Jahre als Seelsorgerin für die Schülerinnen. "Ich war also Mentorin, habe sie bei den Herausforderungen des Lebens und Glaubens begleitet, einzeln, aber auch in Kreisen. Hinzu kamen gemeinsame Aktionen und Freizeiten in den Ferien."

Auch im Jugendhaus tätig

Bei einer solchen habe sie dann auch ihren Mann kennengelernt, der an den Johanniter-Schulen in Wriezen arbeitet. "Er ist Berliner, wir haben geheiratet und so bin ich im April hergezogen." Ihre Arbeit sei nun ein wichtiger Punkt im Leben. "Die Menschen sind einem noch fremd und alles ist neu." Aber Leute kennenzulernen und sich zu vernetzen, mache jeden Neubeginn etwas einfacher.

Ganz bewusst habe sie sich für eine halbe Stelle entschieden, um etwas Zeit für sich zu haben. Wie die anderen des Busteams werde sie sowohl im Jugendhaus in Wriezen als auch im mobilen Jugendzentrum arbeiten. Ihr Busstandort sei montags Neutrebbin. Ole ist donnerstags in Haselberg anzutreffen, freitags in Altwriezen und Lysann mittwochs in Letschin.

Aktualisiert durch: Marcel Schröder