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MOZ: Leuchttürme sollen weiter leuchten

17.10.2019

 

Seelow (MOZ) Die Region zwischen Seelow und Wriezen ist Ingo Schaper nicht unbekannt. Von 2002 bis 2016 war er Pastor der Baptistengemeinde Frankfurt mit ihren zahlreichen Außenstellen im Oderbruch. 2016 stieg er beim Internationalen Bund Neuenhagen  in ein vom Land gefördertes Pilotprojekt ein, das die Arbeit mit traumatisierten jungen Flüchtlingen beinhaltete. Die Gemeinschaftsunterkünfte in Neuhardenberg und Müncheberg waren seine zentralen Anlaufstellen. Das auf zwei Jahre befristete Projekt sollte Erkenntnisse bringen, wie am besten mit diesen jungen Menschen gearbeitet werden kann. In dieser Zeit qualifizierte er sich als Manager und bewarb sich um die Stelle des Gesamtleiters der CVJM Oderbruch in Seelow. Die war seit dem Weggang von Roman Haag zum Ende vergangenen Jahres vakant.

 

BREITES AUFGABENSPEKTRUM


Seit September ist Ingo Schaper in seinem neuen Amt. "Eine spannende Aufgabe", sagt er. Auch in Frankfurt gebe es einen CVJM, doch der in Seelow sei schon eine andere Hausnummer. Neben den Jugendhäusern in Seelow und Wriezen sowie der Schulsozialarbeit an der Allende-Schule in Wriezen, der Kleeblattschule in Seelow sowie der Förderschule Worin habe der CVJM zwei Leuchttürme, die weit über die Region hinaus strahlen, sieht es Ingo Schaper. Das sei zum einen das Familienzentrum "Das Nest" in Seelow sowie der Blaue Bus für die mobile Jugendarbeit. Insgesamt ergebe sich ein außerordentlich breites Aufgabenspektrum. 15 hauptamtliche Mitarbeiter gehören zum Team, zudem immer wieder auch Freiwillige, die ein soziales Jahr absolvieren, sowie Bundesfreiwillige. Zudem unterstützen zahlreiche Ehrenamtliche die Arbeit.

 

All das will organisiert und koordiniert sein, erklärt der 55-jährige Familienvater. Und nicht nur das. Der Verein kann viele seiner Projekte nur dank Spenden realisieren. Es gelte, Kontakte zu halten und immer wieder um Unterstützer zu werben, um das Aufgebaute weiterführen zu können. Und mittels Spenden Eigenmittel für geförderte Projekte einzuwerben. Beeindruckt ist der neue Gesamtleiter von den seit Jahren bestehenden engen Kontakten zu Förderern, wie den Frauen vom Inner Wheel Club. Inner Wheel ist die weltweit größte eigenständige Frauen-Service-Club-Organisation mit Tausenden Mitgliedern in 103 Ländern. "Sie unterstützen unsere Arbeit nicht nur mit Spenden, sie kommen auch regelmäßig vorbei, interessieren sich für die Projekte", so Schaper. Diese Kontaktpflege sei ebenso wichtig wie die Verbindungen vor Ort.

 

Text: MOZ, Doris Steinkraus
Foto: MOZ
Link zum Originalartikel: https://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1759588/